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Warum
eine Veranstaltungsreihe im Werkraumtheater,
die sich ab März 2009,
64 Jahre nach dem Untergang der
Nazi-Diktatur,
immer noch zu den Themen: Rassismus,
Fremdenfeindlichkeit, Shoah, Euthanasie,
Faschismus, Nationalsozialismus &
Neo-Nationalsozialismus
an Jugendliche und Erwachsene wendet ?
Warum
mussten
zwischen 1933 und 1945 in 22
Konzentrationslagern
mit 165 Außenstellen über 7.500.000
Millionen Juden und Sinti Roma sterben ?
Nicht mitgezählt: die ungenannt
Verschleppten die auf der Straße
Todgeschlagenen
die im Versteck verhungerten die heimlich
Verscharrten.

Warum
mussten wieder viele Menschen im Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 sterben?
Warum
können heute noch, Menschen die
Verbrechen der Nazi-Diktatur,
das unmenschliche Grauen der Shoah, öffentlich
leugnen ?
Warum
können heute noch, wieder Neonazis und
Faschisten
nahezu unbehelligt öffentlich auftreten und
dieses Land terrorisieren ?
Warum
können heute, genau zu diesem Zeitpunkt
Menschen wieder wegen
ihrer
Hautfarbe,
ihres Glaubens,
ihrer politischen Einstellung,
ihrer sexuellen Orientierung,
ihrer Behinderung
ihrer Herkunft
ihres
Lebens nicht mehr sicher sein ?

In
diesem Land trägt zwar heute keiner mehr
Schuld an den Verbrechen der
Nationalsozialisten, sieht man von den noch
heute lebenden Tätern ab, aber wir alle,
die hier leben, tragen immer noch
Verantwortung ! Verantwortung dafür, dass
sich das Grauen der Nazi-Diktatur niemals
wieder auch nur im Kleinsten
wiederholt. Genau diese Verantwortung
haben wir aufgegriffen und die "Anne
Frank Theatertage" ins Leben gerufen.
Nun liegt es an Euch, ob ihr diese so
wichtigen Theatertage besucht.

Projektidee
"Das
Tagebuch der Anne Frank" ist mit
Sicherheit eines der meist gelesenen Werke
über das Leben und Leiden eines jungen
Menschen in der Zeit des
Nationalsozialismus. Für junge Menschen ist
es heute zweifellos sehr schwierig, sich das
ungeheure Geschehen und die Gräuel dieser
Zeit vorzustellen. Die zeitliche Distanz
scheint zu groß und Zeitzeugen werden immer
weniger. Sie können ihre Stimmen nicht mehr
erheben, nicht mehr erzählen, wie sie diese
Zeit wahrgenommen haben. Eine Stimme aber
wird gehört und sie wird immer gehört
werden: die Stimme der Anne Frank, die uns
in den Tagebuchaufzeichnungen so authentisch
erhalten geblieben ist. Sie spricht zu uns
über die kleinen Dinge wie die
Schwierigkeiten Zeit und Raum in der Enge
des Versteckes im Hinter- haus zu finden,
aber auch über die groben Dinge wie das
Erwachsenwerden, die Hoffnung, die Angst vor
dem Entdeckt werden, die erfahrene
Menschlichkeit und Nächstenliebe und die
Hilfe in Lebensgefahr.

Anne
Frank hat in ihrem Tagebuch viele ihrer
Gedanken und Empfindungen niedergeschrieben,
auch ihre Fragen, wie Menschen friedlich auf
dieser Welt zusammenleben können - sie, die
sich vor anderen Menschen verstecken musste.
Ihre Überlegungen sind heute genauso
aktuell wie vor knapp sechzig Jahren. Damit
hilft sie uns, nicht bei der bloßen
Erinnerung stehen zu bleiben, sondern weiter
zu denken. Wie steht es um unsere heutige
Gesellschaft? Wo gibt es bei uns
Ausgrenzung, Diskriminierung, Gewalt? Und
vor allem: Warum hängen heute noch Menschen
der Nazi-Ideologie oder ähnlichen
menschenverachtenden Auffassungen an'?
Leider können wir tagtäglich feststellen,
dass praktizierte Toleranz und gegenseitiger
Respekt in unserer Gesellschaft noch längst
nicht so weit entwickelt sind, wie wir es
uns wünschen.

Das
Tagebuch der Anne Frank hat uns
"Theaterleute" inspiriert uns
umzuschauen und nach ähnlichen, anderen
Schicksalsschlägen zu suchen, um bei
unseren Anne Frank Theatertagen auch
auf einige andere dieser schrecklichen
Ereignisse aufmerksam zu machen., wie z.B.
auf die Verfolgung und Ausgrenzung der Sinti
und Roma. Wussten Sie, dass von den
erfassten rund 40.000 deutschen und österreichischen
Sinti und Roma über 25.000 ermordet wurden?
Insgesamt fielen geschätzte 220.000 bis
500.000 Sinti und Roma dem Rassenwahn der
Nationalsozialisten und dem an ihnen
systematisch geplanten Völkermord zum
Opfer.
"Elses
Geschichte - ein Kind im KZ

Ein Mädchen überlebt
Auschwitz. Ein Theaterstück für Menschen
von 7 bis 99 Jahre.
Uraufführung am 29. März
2009 um 16 Uhr.
(Karten
kaufen)
Kann
man ein Theaterstück nach einem Kinderbuch
über Auschwitz inszenieren? Kann man einem
Kind von etwa sieben Jahren das Schicksal
einer von den Nazis verfolgten
Altersgenossin vermitteln, ohne entweder zu
verharmlosen oder Schaden anzurichten? Es
ist auf jeden Fall ein großes Wagnis, keine
Frage. Der Autor Michael Krausnick und der
Illustrator Lukas Ruegenberg haben dieses
Wagnis mit "Elses Geschichte"
unternommen - die wahre Geschichte über ein
Roma-Kind im Konzentrationslager und Frau
Rahimi-Lardjani hat es eigens für die
Werkraumbühne inszeniert. Trauen Sie sich,
besuchen sie das Theaterstück: Elses
Geschichte.

"Elses Geschichte" basiert auf dem
Schicksal der damals 8-jährigen Else
Schmidt. Ihren Hamburger Pflegeeltern
entrissen, wird sie in das
Konzentrationslager Auschwitz verschleppt.
Als "Zigeunerkind" erfasst und
abgestempelt, ist sie der Rassenpolitik der
Nationalsozialisten schutzlos ausgeliefert.
Nur dem couragierten Kampf ihres
Pflegevaters Emil Matulat ist es zu
verdanken, dass Else der Mordmaschinerie im
letzten Moment entkommen kann.
Mehr
Infos zu Elses Geschichte: www.elses-geschichte.de
Kinder
schrieben Else einen Brief...

ein Theaterstück gegen das Vergessen für alle Menschen ab 12
Jahre.

Uraufführung am
Freitag 13. März 2009 um
19.30 Uhr.
(Karten
kaufen)
Einem
jungen Mädchen, dem unfrei zu sein völlig
fremd ist, wird plötzlich und unerwartet
das Leben in Freiheit entzogen. Es taucht
mit seiner Familie unter, um eine Chance auf
ein Überleben zu haben.
Anne Frank war dreizehn, als sie begann ihr
Tagebuch zu führen, in dem sie ihren fast
zweijährigen Aufenthalt mit ihrer Familie
im Versteck vor den Nazis in eindrucksvoller
Weise schildert. Sie schrieb daran bis zum
Verrat des Versteckes der Familie Frank und
die Verhaftung durch die Gestapo.
Anne Frank, die während ihrer Zeit im
Versteck im Alter von 13 bis knapp 16 Jahren
von einem Mädchen zur jungen Frau heranwächst,
gelingt es in ihrer jugendlichen Sprache,
den Leser in ihre Gedanken- und Gefühlswelt
eintauchen zu lassen und auch an ihren Ängsten
und Visionen teilhaben zu lassen.

In einem zweistündigen Stück wird mit
Sprache, Gefühl, Mimik, Gestik, Musik und
Licht als Ausdrucksmittel gearbeitet.
Es geht dabei nicht darum, das Tagebuch
nachzuerzählen. Annes Worte in die Sprache
des Bewegung und des Theaterspiels zu übersetzen,
den Zuschauer eintauchen zu lassen in ihre
Welt, ihre Empfindungen, ihre
"Gedanken, Ideale und Phantasien"
in einer Zeit, in der alle Ideale
Schiffbruch erleiden, spürbar zu machen,
ist der Kern der Arbeit. Dabei wird der
Fokus auf einzelne Passagen konzentriert, in
denen Anne Momente der realen Welt und ihrer
Gedanken festhält und sich intensiv mit
diesen auseinandersetzt - sowohl auf
emotionale als auch auf kritische Weise.

"Mit dem ergreifenden Theaterstück
"Anne Frank - ein verstecktes
Leben" ist dem Werkraumtheater-Walldorf
ein bewegender Theaterabend gelungen:
Kompliment an alle Beteiligten."


eine einfühlsame
Geschichte eines 14 jährigen Mädchens in
dem grausamen Bürgerkrieg auf dem Balkan.
Besonders geeignet ab 12 Jahre und mehr.
Erwachsene sind willkommen und von den
beiden Darstellerinnen gewünscht!
Im
Unterschied zu heute stand
Bosnien-Herzegowina zwischen 1992 und 1995 täglich
im Zentrum der Berichterstattung. Damals
wurde dort ein internationalisierter Bürgerkrieg
geführt, in dessen Verlauf mindestens
150.000 Menschen getötet, mindestens ebenso
viele verletzt und zahlreiche Menschen
vergewaltigt oder gefoltert wurden. Ca. 2
Millionen Menschen, d.h. knapp die Hälfte
der ursprünglich dort lebenden Bevölkerung,
wurden aus ihren Wohngebieten vertrieben
oder sind geflohen, ca. 20.000 Menschen sind
nach Angaben des Internationalen Komitees
vom Roten Kreuz auch heute noch vermisst.
Mit unserer Geschichte "Amra, ein Mädchen
aus Bosnien" möchten wir den grausamen
Bürgerkrieg erinnern, an den Krieg der
heute irgendwie fast vergessen scheint.
Uraufführung am 22. März 2009 um 17
Uhr.
(Karten
kaufen)
Noch
bis 15. Februar 2009 Mitmachprojekte
- jedermann kann sich einbringen.
Klicken
sie auf die Schrift und loaden Sie Ihr
ganz persönliches Mitmachprojekt
down, bekunden Sie Ihre Verbundenheit
mit Anne Frank, Else Schmidt und anderen
Menschen in gleichen Situationen und deren
Gedankengut. Sagen Sie JA zu unserem
Projekt gegen Rassismus und Gewalt. Anne
Frank symbolisiert für viele die Hoffnung
auf eine Welt, in der die Menschen
ungeachtet ihrer Herkunft, Religion oder
politischen Überzeugung respektvoll und in
Freiheit zusammenleben.
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